Im Rahmen des Faches Gemeinschaftskunde besuchten die beiden 8. Klassen jeweils zwei aufeinanderfolgende Strafprozessverhandlungen im Amtsgericht Oberndorf.

Der Themenkomplex „Rechtliche Stellung des Jugendlichen und Rechtsordnung“ wurde bereits ausführlich im Unterricht behandelt und die Bestimmungen des Strafgesetzbuches wurden selbst auf verschiedenste Fallbeispiele angewandt, sodass der Besuch der Gerichtsverhandlungen zur Vertiefung und Veranschaulichung der Theorie diente.

Nachdem alle Schülerinnen und Schüler von drei Polizisten gründlich untersucht und ihnen gefährliche Gegenstände abgenommen wurden, durften die 8. Klässler als „Zuschauer“ im hinteren Bereich des Sitzungssaales Platz nehmen.

In den öffentlichen Verhandlungen ging es um unterschiedliche Vorwürfe, angefangen bei Fahren ohne Fahrerlaubnis über Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bis hin zu Diebstahl mit Sachbeschädigung unter Betäubungsmitteleinfluss. Die Schülerinnen und Schüler hatten dabei Gelegenheit, sowohl das Verfahren und die daran beteiligten Personen, als auch die relevanten juristischen Fragestellungen genau unter die Lupe zu nehmen.

Der Richter, der Staatsanwalt und die anwesende Jugendgerichtshilfe nahmen sich nach jedem Fall ausreichend Zeit für Fragen, Unklarheiten und erklärten nochmals einzelne Abläufe und Hintergründe zu den jeweiligen Strafprozessen und den Besonderheiten des Jugendstrafrechts. Interessant waren dabei vor allem die Analyse des Urteils und seiner Begründung. Dabei wurde den Schülerinnen und Schülern schnell klar, wie schwierig es mitunter sein kann, die Glaubhaftigkeit verschiedener Zeugenaussagen möglichst objektiv zu bewerten und eine angemessene Strafe zu finden.

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